Gefahr für die Gesundheit

Laserstaub

Laserrauch entsteht vor Allem bei der direkten Materialbearbeitung durch Laser, wie Schneiden, Schweißen, Gravieren, Beschriften.

Laserstaub besteht häufig aus oxidierten Metallen oder pyrolysierten organischen Materialien, abhängig davon, welches Material bearbeitet wurde. Werden Metalle bearbeitet, fallen diese als Laserstaub, in der Regel in Form von Aerosolen, an. Werden organische Materialien (Kunststoffe, Holz, Leser usw.) bearbeitet, findet oft eine Pyrolyse statt. Eine Pyrolyse ist eine chemische Reaktion bei sehr hohen Temperaturen, wie sie vom Laser erzeugt werden.
Aerosole sind Schwebteilchen, bei denen feste oder flüssige Stoffe sich mit der Umgebungsluft oder anderen Gasen vermischen und von diesen getragen werden.

Metallbearbeitung

Laser werden häufig zur direkten Bearbeitung von Metall verwendet. Dies bietet sich an, da sie einerseits sehr leistungsstark sind und andererseits diese Leistung auf eine sehr kleine Fläche fokussiert werden kann. Da Metalle die Strahlung absorbieren, erhitzen sie sich und lassen sich auf diese Art schneiden, schweißen, gravieren oder anderweitig bearbeiten.

Laserrauch fällt besonders bei Arbeiten wie dem Laserschneiden, Laserstanzen, Laserschweißen und Lasergravieren an.
Metallstäube fallen oft als Aerosole an. Sie können Schwermetalle enthalten, die sich im Körper anreichern und zu gefährlichen Vergiftungen führen können. Beachtet werden muss auch die Tatsache, dass viele Stähle legiert sind und das Material der Legierung (zum Beispiel Nickel, Chrom, Kupfer) dann im Laserrauch frei wird. Verdampfte Werkstoffe können zu Aerosolen kondensieren. Eisen und Aluminium sind beispielsweise lungenbelastend, Stoffe wie Mangan und Zink sind giftig. Manche Metalle, zum Beispiel Zink und Chrom, wirken krebserregend. (Quelle, 31.07.2008)

Bearbeitung organischer Materialien

Auch bei der Bearbeitung organischer Materialien, wie Kunststoffen, Holz, Textilien und Leder, entstehen oft Schadstoffe.
Diese Materialien werden häufig unter Einsatz von Lasertechnologie geschnitten, beschriftet und geschweißt.

Durch die hohe Energie des Laserstrahles werden organische Materialien zur Pyrolyse angeregt. Es finden Reaktionen statt, deren Produkte mitunter gesundheitlich bedenklich sind. Die resultierenden Zersetzungsprodukte sind oft hochgiftig oder ätzend.
Besonders problematisch ist der Laserrauch dann, wenn Halogenverbindungen bearbeitet werden. Halogenverbindungen sind beispielsweise Kunststoffe wie PTFE (besser bekannt als "Teflon", Abkürzung für Polytetrafluorethen) und PVC (Polyvinylchlorid). Hierbei kann Chlorwasserstoff (das, in Wasser gelöst, als Salzsäure bekannt ist) oder Fluorwasserstoff (gelöst Flusssäure) entstehen, die bekannterweiße extrem giftig und ätzend sind. Auch beim Bearbeiten von Materialien, die mit Flammschutzmitteln versetzt sind, können hochgiftige Stoffe entstehen, zum Beispiel Dioxine und Furane.
(Quelle, 31.07.2008)

Gefahrstoffe, die beim Bearbeiten von organischen Materialien (Polymerwerkstoffe, Holz, Epoxidharze) entstehen:

  • Benzol ist giftig (Gefahrzeichen T)
  • Formaldehyd ist giftig (T)
  • Butadien ist giftig (T)
  • Acetaldehyd, auch bekannt als Ethanal, ist gesundheitsschädlich (Xn)
  • Propenal,auch bekannt als Acrylaldehyd, Acrolein u.a., ist sehr giftig (T+) und umweltgefährlich (N)
  • Toluol ist gesundheitsschädlich (Xn)
  • Methylmethacrylat ist reizend (Xi)
  • Phenol ist giftig (T) und ätzend (C)
  • Styrol ist gesundheitsschädlich (Xn)
  • Kresole sind giftig (T)
Gefahrzeichen C: Aetzend Gefahrzeichen Xi/Xn: Reizend/Gesundheitsschaedlich Gefahrzeichen T: Giftig Gefahrzeichen N: Umweltgefaehrlich
Gefahrzeichen C: Ätzend Gefahrzeichen Xn: Gesundheitsschädlich
Gefahrzeichen Xi:Reizend
Gefahrzeichen T: Giftig
Gefahrzeichen T+: Sehr giftig
Gefahrzeichen N: Umweltgefährlich

Laserstaub ist daher aufgrund seiner Zusammensetzung in der Regel sehr gefährlich. Die geringe Größe der Partikel erhöht das Risiko weiter, da derart feinkörnige Giftstoffe tief in die Lunge eindringen können oder gar ins Blut aufgenommen werden. Selbst wenn beim Arbeitsvorgang keine unmittelbar giftigen Stoffe entstehen, wirkt Feinstaub dennoch, unabhängig von seiner Zusammensetzung, gesundheitsschädigend. Er kann zu Entzündungen der Atemwege führen und ist vermutlich krebserregend. Für mehr Informationen über Feinstaub siehe Feinstaub.
Eine gründliche Absaugung ist daher zum Schutz der Gesundheit notwendig.